Nintendo Switch

Donnerstag, 02. März, 17:58 Uhr. Ich sitze auf dem Sofa mit dem Computer auf dem Schoß und starre gebannt auf den Bildschirm. Susanne sitzt ebenfalls am PC und ist am skypen. Mit den Kopfhörern auf den Ohren lausche ich gespannt den Klängen des neuen Zelda mit dem vielversprechenden Titel „Breath of the Wild“ für die einen Tag später erscheinende neue Konsole von Nintendo, die Nintendo Switch. Schon lange spiele ich mit dem Gedanken mir eine Konsole zu besorgen. Zu meinem 6. Geburtstag bekam ich das Nintendo Entertainment System (NES) von meinen Eltern geschenkt und das war auch gleichzeitig die letzte Konsole, die ich mein Eigen nennen durfte. Susanne besaß selbst noch nie eine eigene. Ja es gibt auch Menschen, die noch nie eine Konsole besessen haben, unfassbar 😀 . Minute für Minute wird mein Wunsch größer mir das neue Meisterwerk Nintendos zu besorgen, doch was sagt wohl Susanne dazu? Kurze Zeit später steht sie auch schon neugierig vor mir: „Was schaust du dir da denn an?“ Ich halte es nicht mehr aus und lasse die Katze aus dem Sack. „Ein Spiel für unsere neue Konsole, die ich morgen kaufe!“ antworte ich selbstsicher. Erstaunt schaut sie mich an und versteht die Welt nicht mehr, da ich ihr von meinem Wunsch, diese Konsole zu kaufen, bisher noch absolut gar nichts erzählt habe. Nach einem schier unaufhörlichen Referat über diese Konsole, die angekündigten Games und den bevorstehenden Spielspaß, konnte ich sie schlussendlich überzeugen und sie auf meine Seite gewinnen; zum Glück. Das Hauptproblem kam aber jetzt erst…. ich hatte mich zwar schon informiert, aber musste jetzt erst feststellen, dass selbst im Vorverkauf die Nintendo Switch schon monatelang über alle gängigen Versandhäuser ausverkauft war. So, was tun? Soll ich morgen früh trotzdem auf gut Glück in den Elektromarkt fahren und mein Glück versuchen oder soll ich es gleich bleiben lassen? Ich habe mich dazu entschlossen das Schicksal entscheiden zu lassen. Ich fahre auf jeden Fall hin, entweder ich habe monströses Glück und bekomme noch eine oder ich eben nicht… gesagt getan.
Am nächsten Tag direkt morgens in die Stadt gefahren und am Elektromarkt geparkt. Ohje, ob die ganzen Menschen, die vornedran stehen, wohl auch eine Switch wollen? Nein… wobei… vielleicht doch… ach nein. Punkt zehn Uhr kommt der Schlüsselmann und öffnet die Türen vom Markt. Wie von der Biene gestochen stürmen die ersten im Vollsprint in den Markt. Ihr Ziel: ganz klar die Spieleabteilung. Also doch, alle die vor dem Markt auf Ladenöffnung gewartet haben, wollen tatsächlich noch eine Switch ergattern, inklusive mir. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einer von denen sein werde, die irgendetwas haben wollen, was am ersten Tag rauskommt… bis heute. Aber eins habe ich mir in dem Moment geschworen, als die ganzen Zocker an mir vorbeistürmten: Ich renne NICHT… aber ein flotter Schritt muss schon sein…. sehr flott… also wirklich sehr flott. An der Spieleabteilung angekommen sah ich sie schon, die Orks, die sich am Konsolenfutter labten. Einer nach dem anderen. Vor lauter Menschen konnte ich nicht genau erkennen wie viele noch im Regal standen, aber es schienen noch ein paar Konsolen vorhanden zu sein. Wer mich kennt weiß, dass ich ziemlich lange Arme habe und von meinen Tischtenniskollegen liebevoll als „Krake“ bezeichnet werde… und genau das hat mir hier mein Leben, ähh die Konsole, gerettet. Nachdem ich endlich einen Blick auf das Regal erhaschen konnte, sah ich, dass noch ca. 5 Konsolen im Regal standen und um mich herum noch ungefähr 15 Leute…. d.h. ein paar werden definitiv leer ausgehen. Als vor mir dann endlich nur noch ein jüngerer Mann stand, ergriff ich die Chance. Ich fuhr meinen linken Arm aus, an dem jungen Herren vorbei Richtung Regal… und Volltreffer. Das vorletzte Exemplar konnte ich in den heimischen Hafen ziehen! Und jetzt aber schnell weg, bevor mich die Barbaren um mich herum erschlagen und mir das wertvolle Stück wieder wegnehmen. Der weitere Weg führte dann direkt zu den Spielen. Ich wusste, dass ich zum Release nur „Zelda“ haben wollte und so konnte ich schnurstraks darauf zusteuern und mir ein Exemplar vom Regal nehmen. Jetzt noch an die Kasse und dann ab nach Hause. Puuuuh, was eine Hektik, aber Ziel erreicht!
Als Susanne am Spätnachmittag nach Hause kam, haben wir meine morgendliche Errungenschaft ausgepackt und direkt getestet. Nach anfänglichen Konfigurationsschwierigkeiten – wir sind ja keine Konsolenkenner – konnte der Spielspaß auch schon beginnen.
Seit diesem Tag haben wir schon einige Stunden gespielt und gerade nach einem anstrengenden Tag ist es doch ein super Ausgleich und eine angenehme Entspannung sich in die Welt von Link zu begeben, der seine geliebte Prinzessin Zelda retten möchte. So eine Konsole ist ja wirklich ein Zeitfresser mit Suchtfaktor, aber es lohnt sich… alleine schon der Kindheitserinnerungen wegen! ❤
Bisher können wir wirklich nur Positives über dieses neue Werk von Nintendo berichten und hoffen, dass uns die nächsten Spiele, die im Laufe des Jahres herauskommen werden (Mario Kart 8 Deluxe, Super Mario Odyssey, uvm.), genauso viel Spaß machen werden, wir werden sehen! 🙂

Prinzessin Zelda, halte durch, wir kommen….

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